Autor*innen: Michael Buik, Edit Hegedüs-Hochdorfer, Christiane Ranft, Anke Rudingsdorfer | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 6 | Heft: 2 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.02.2003 | DOI: 10.3936/docid200762
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Abstract
Professionelle Pflege muss Grenzen überwinden können! Grenzen im Denken wie im Handeln. Grenzen, die dem Schutz dienen und sich natürlicherweise in fremden Gesellschaften, Kulturen und Religionen ergeben. Pflege darf keine Unterschiede zwischen denen machen, die so denken wie sie selbst und den Andersdenkenden. Pflege mit ihren originären Eigenschaften ist aufgefordert, mit Menschen unterschiedlichster Denkmuster, Wertvorstellungen, Kommunikations-, Verhandlungsund Führungsstilen zusammenzuarbeiten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist eine Fähigkeit als Pflegender ganz besonders wichtig. Die‚ Interkulturelle Kompetenz1’, eine Fähigkeit, die unabdingbar ist, um eigene und fremde Verhaltensmuster zu erkennen und dadurch situativ angemessen zu reagieren. Aber diese Fähigkeit ist nicht nur im Zusammenhang mit der Begegnung von fremden, ausländischen Kulturen von Bedeutung, sie kann ebenso in der Arbeitswelt, in der Zusammenarbeit von unterschiedlichsten beruflichen Disziplinen, das gegenseitige Verständnis fördern und einen gemeinsamen Prozess konstruktiv vorantreiben. Der Umkehrschluss ist entscheident. Interkulturalität und Interdisziplinarität besitzen, was ihre Ausrichtungen anbelangen, einen sehr ähnlichen bis deckungsgleichen Fokus. Grundvoraussetzungen für beide sind Sensibilität und Selbstvertrauen, das Verständnis für andere Verhaltensweisen und Denkmuster, und ebenso die Fähigkeit, den eigenen Standpunkt transparent zu vermitteln. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn jemand versteht, warum die Vertreter einer anderen Kultur (Disziplin) sich so verhalten, wie sie es tun, und gleichzeitig fähig ist, seinem Partner verständlich zu machen, warum er/sie sich so verhält, wie sie/er es tut
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