Autor*innen: Katharina von Lindeman, Joachim Kugler, Jörg Klewer | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 14 | Heft: 6 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.06.2011 | DOI: 10.3936/1095
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Abstract
Rauchen sowie Alkoholund Drogenkonsum bilden auch bei Auszubildenden in den Gesundheitsfachberufen ein gesundheitsrelevantes Problem, dessen Ausmaß jedoch meist nur punktuell erfasst wurde, ohne auf den kombinierten Konsum einzugehen. Daher sollten nicht nur der jeweilige Zigaretten-, Alkoholund Drogenkonsum untersucht, sondern auch der Anteil der Auszubildenden, die kombinierten Konsum angeben, betrachtet werden. Im Rahmen einer Vollerhebung wurden an einer großen Medizinischen Berufsfachschule 433 anonyme standardisierte Fragebögen ausgeteilt und 432 zurückgegeben (301 Pflegeschüler, 131 Auszubildende in anderen Gesundheitsfachberufen). Von den befragten Auszubildenden rauchten 42, 0% und 20, 7% gehörten der Raucherrisikogruppe an. Insgesamt konsumierten 33, 9% der Befragten Alkohol, davon 14, 6% oberhalb der TOAM-Grenze. Ferner besaßen 27, 6% Erfahrungen mit illegalen Drogen, bevorzugt mit Cannabis, davon 14, 0% mehrfach. Die Kombination von Rauchen, schädigendem Alkoholkonsum sowie Drogenkonsum fand sich nur bei den befragten Pflegeschülern (3%). Es wurde deutlich, dass die Auszubildenden in ihrer Gesamtheit keine Risikopopulation darstellen, jedoch insbesondere bei den Pflegeschülern eine Risikogruppe mit kombiniertem gesundheitsschädigenden Alkohol-, Zigarettenund Drogenkonsum vorhanden ist. Somit sollte im Rahmen der Ausbildung diese Risikogruppe mehr Beachtung finden, um deren Gesundheitsgefährdung zu reduzieren und um das Ausbildungsziel sicher zu stellen.
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