Autor*innen: Tobias Immenroth | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 14 | Heft: 1 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.10.2011 | DOI: 10.3936/1111
Hinweis: Der Download des Artikels (PDF-Format) ist sofort nach dem Kauf/Zahlung möglich.
Den Download können Sie in Ihrem Kundenkonto unter https://hpsmedia-verlag.de/my/orders/ vornehmen.
Abstract
In den letzen Jahren rückten die Fragen des Schnittstellenmanagements zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen im stationären, teilstationären, ambulanten, intermediären und familiären Bereich in den Fokus. Im Rahmen von Careund Case-Management können diese vielfältigen Schnittstellenprobleme gelöst werden. Die Übernahme der Fallverantwortung erfordert jedoch Kooperation und Koordination der Einrichtungen untereinander, den Einsatz von Assessments, optimierte Überleitungsverfahren, Lotsenprogramme, Patientenund Angehörigenedukation. Der Pflege wird hierbei von unterschiedlichen Seiten eine neue Schlüsselrolle zugewiesen. Mit der Übernahme der Fallverantwortung durch die Pflege vollzieht sich eine Kompetenzverlagerung in Richtung wirtschaftlicher, rechtlicher und administrativer Aufgabenfelder. Die Pflege wird sich künftig einem triangulären Spannungsfeld zwischen Nursing, Caring und Case-Management stellen müssen. Hinzu kommen außerdem die künftig in Eigenverantwortung zu erbringenden heilkundlichen Tätigkeiten. Hierbei müssen die traditionellen Schnittstellen zwischen ärztlichen und pflegerischen Aufgaben und die entsprechenden Kompetenzen neu organisiert werden. Der Erwerb dieser neuen Kompetenzen wird perspektivisch im Hochschulsystem erfolgen und zu neuen Berufsbildern (z. B. Advanced Nursing Practitioner, Physician Assistance) führen. Sie werden die etablierten Fachweiterbildungen substituieren. Diese Neupositionierung der Pflege und die damit verbundenen Kompetenzverlagerungen innerhalb und zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen werden in einem „Modell der gegenwärtigen und künftigen Kompetenzverlagerungen im Umfeld der Profession Pflege“ aufgezeigt.
Dieser Artikel ist mit einem Online-Abonnement via CareLit Complete sowie über die Rechercheoberfläche der Fachzeitschrift zugänglich.