Autor*innen: Katharina von Lindeman, Joachim Kugler, Jörg Klewer | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 14 | Heft: 12 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.12.2011 | DOI: 10.3936/1122
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Abstract
Da bislang zu selbst berichteten Erkrankungen und zum Medikamentenkonsum nur wenige entsprechende Studien vorliegen, sollten diese Aspekte bei Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen untersucht werden. An einer medizinischen Berufsfachschule wurden bei einer Vollerhebung 433 standardisierte anonyme Fragebögen zu Erkrankungen, die in den letzten zwölf Monaten auftraten, zu regelmäßig eingenommenen Medikamenten und zum Einnahmeverhalten an 301 Pflegeschüler und 132 weitere Auszubildende in Gesundheitsfachberufen ausgegeben, wovon 432 auswertbar waren. Erkältungskrankheiten (94, 4% Pflegeschüler vs. 93, 0% Schüler der Vergleichsgruppe), Kopfschmerzen/Migräne (82, 9% vs. 74, 0%), Rückenschmerzen (68, 7% vs. 67, 7%), Bronchitis/Husten (64, 1% vs. 53, 9%) sowie Schulterund Nackenschmerzen (62, 6% vs. 68, 0%) wurden am häufigsten benannt. Bei Erkältungskrankheit suchten nur 36, 9% vs. 39, 2% einen Arzt auf. Am häufigsten wurde die „Anti-Baby-Pille“ regelmäßig eingenommen (67, 4% vs. 54, 2%). In großem Abstand folgten Schmerzmittel (14, 3% vs. 12, 2%) und Erkältungs-/Grippemittel (11, 0% vs. 7, 6%). 74, 3% vs. 71, 3% nahmen die Medikamente genau nach ärztlicher Verordnung ein. Die Ergebnisse weisen vor allem auf die schon bei Auszubildenden vorhandene Schmerzsymptomatik im Nacken-/Rückenbereich hin. Daher sollten die Themen der Gesundheitsförderung und Prävention muskuloskelettaler Erkrankungen noch stärker in der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen berücksichtigt werden.
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