Autor*innen: Ulrich M. Fleischmann, Irina Lutz, Thomas Tümena | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 15 | Heft: 9 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.09.2012 | DOI: 10.3936/1172
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Abstract
Ein Hauptziel der geriatrischen Rehabilitation ist es, verloren gegangene Selbständigkeit bei Patienten höheren Alters wiederzuerlangen, diese zumindest zu verbessern bzw. einer beginnenden oder drohenden Verschlechterung der Selbständigkeit entgegenzuwirken. Eine möglichst genaue prognostische Einschätzung von Rehabilitationserfolgen und deren Nachhaltigkeit ist von großer Bedeutung in einem Gesundheitssystem, das sich herausfordernden demografischen Entwicklungen und einem beträchtlichen Kostendruck gegenüber sieht. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, welche Prädiktoren die Nachhaltigkeit geriatrischer Rehabilitationserfolge beeinflussen und welche Alterspatienten durch geriatrische Maßnahmen am deutlichsten profitieren können. Dazu wurden Daten von 1245 Patienten, die im Rahmen des Projektes „Geriatrie in Bayern-Datenbank“ (GiB-DAT) und eines Follow-Up-Pilotprojekts von 2006 erhoben wurden, einer erweiterten Analyse unterzogen. Drei soziodemografische Merkmale (Alter, Geschlecht und Wohnsituation) sowie sechs medizinische Parameter (Barthel-Index, Timed Up und Go, MMSE, 4 D+S, GDS und Diagnosegruppen) wurden daraufhin untersucht, ob und ggf. in welcher Weise sie in Zusammenhang mit einem längerfristigen Rehabilitationserfolg stehen. Im Rahmen einer Regressionsanalyse ließen sich der zu Beginn der Rehabilitationsphase festgestellte kognitive Status (MMSE), sowie die bei Rehabilitationsabschluss erfasste Selbständigkeit (Barthel-Index) und Mobilität der Patienten (Timed Up und Go-Score) als längerfristig die Selbständigkeit tendenziell begünstigende klinische Größen erkennen. Alter, Geschlecht oder Wohnsituation der Patienten zeigten hingegen keinen Einfluss auf die Nachhaltigkeit geriatrischer Rehabilitationseffekte.
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