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Analyse von Sturzereignissen stationärer Krankenhauspatienten

Autor*innen: Carola Münch, Jörg Klewer   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 16   |   Heft: 3   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 01.03.2013   |   DOI: 10.3936/1203


Abstract

Sturzereignisse von Patienten sind für Krankenhäuser weiterhin eine Herausforderung. Ziel der Untersuchung sollte es daher sein, die Sturzereignisse von Patienten eines Krankenhauses der Regelversorgung zu analysieren, dabei sollte geprüft werden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme sedierender Medikamente und eingetretenen Sturzereignissen gab. Die Untersuchung erfolgte in einem Akutkrankenhaus mit 217 Betten. Retrospektiv wurden 106 Sturzereignisse stationärer Patienten eines 16monatigen Erhebungszeitraumes ausgewertet. Die Sturzinzidenz betrug 1,5 Sturzereignisse pro 1.000 Belegungstage. Durchschnittlich waren gestürzte Patienten 78 Jahre alt. 90 Sturzereignisse erfolgten auf den internistischen Stationen. Während der Nachtschicht ereigneten sich 55 Stürze. Zu den häufigsten intrinsischen Risikofaktoren zählten in jeweils 64 Fällen kognitive Beeinträchtigungen sowie ein verändertes Aus-scheidungsverhalten. Sedierende Medikamente wurden während des Sturzzeitraumes in 55 Fällen verabreicht, dabei fand sich kein signifikanter Unterschied gegenüber einer Vergleichsgruppe. Es zeigte sich, dass die Sturzereignisse multifaktorielle Geschehen darstellen. Anhand der Ergebnisse konnten Problembereiche identifiziert werden, aus denen sich nachfolgend Veränderungsvorschläge ableiten lassen.


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