Autor*innen: Sabine Schrank, Angelika Zegelin, Herbert Mayer, Hanna Mayer | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 16 | Heft: 4 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.04.2013 | DOI: 10.3936/1210
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Abstract
Bewegung stellt ein zentrales Grundbedürfnis des Menschen dar, deren Verlust schwerwiegende Folgen für das Leben und die Lebensgestaltung birgt. Dennoch wird Bettlägerigkeit und damit einhergehender Pflegebedürftigkeit noch immer kaum Beachtung geschenkt. Entscheidend für die Bettlägerigkeit ist der Eintritt in die Ortsfixierung, dh. der Mensch ist nicht mehr in der Lage sich selbst zu transferieren. Ziel dieser Pilotstudie, mittels quantitativer Querschnittserhebung in 12 Einrichtungen, war die erstmalige Erfassung der Prävalenz von Bettlägerigkeit und Ortsfixierung in der geriatrischen Langzeitpflege. Im Zuge dieser Studie wurden alle BewohnerInnen mittels eines standardisierten Fragebogens zu Bettlägerigkeit und Ortsfixierung eingeschätzt. Zusätzlich wurden ExpertInneninterviews mit Pflegedienstleitungen der teilgenommenen Einrichtungen geführt, um erste Einflussfaktoren auf die Entstehung dieser Phänomene aus deren Sicht zu identifizieren. Mit dieser Untersuchung (n=3054) liegen erstmals Zahlen zur Prävalenz von Immobilität aus der österreichischen Altenpflege vor. Die Prävalenz von Bettlägerigkeit liegt bei 49,8%, die der Ortsfixierung bei 61,8%. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen weiters, dass sich diese Phänomene unabhängig von Geschlecht, Alter, Körperstatur, Aufenthaltsdauer innerhalb der Einrichtung und PatientInnenzahl/Station manifestieren. Das im Zuge dieser Studie entwickelte Instrument kann als Grundlage für weitere Untersuchungen dienen, um Interventionen gegen Bettlägerigkeit und Ortsfixierung und daraus resultierende Pflegebedürftigkeit zu entwickeln, und um die Qualität der Pflege in Bezug auf die Vermeidung dieser Phänomene verbessern zu können.
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