Autor*innen: German Quernheim | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 17 | Heft: 9 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.09.2014 | DOI: 10.3936/1265
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Abstract
Hintergrund/Methode: Erkenntnisse zum Warte-Erleben von Patienten bei OP-Verzögerungen liegen unzureichend vor. Die Fragestellung der Untersuchung mit explorativem Ansatz auf Basis der Grounded Theory nach Strauss und Corbin lautet: „Wie erleben Patienten am Tag der geplanten Implantation eines Hüftoder Kniegelenks eine OP-Verzögerung oder -Verschiebung? “ Dabei wurden zwischen Februar 2010 und August 2011 mit 25 Patienten leitfaden-gestützte problemzentrierte Interviews geführt. Ergebnisse: Patienten bewältigen ihre OP-Verzögerung indem sie die Warte-Situation „durchhalten“. Ein Teil der Patienten erlebt diesen Zustand mit unveränderter „Nervosität und Angst“, ein anderer Teil mit „Ruhe und Gelassenheit“. Daneben wechselt eine dritte Gruppe zwischen beiden Zuständen hin und her. Überschreiten Patienten den sogenannten „Breaking Point“, führt dies zum Verlust der vormaligen Einstellung. Es kommt zu: „Resignation“, „Hoffnung auf OP-Verschiebung“ oder „Eskalation“. Schlussfolgerung: Die wartenden Patienten benötigen professionelle Unterstützung, um zusätzliche körperliche oder psychische Folgen zu verringern.
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