Autor*innen: Margot Sieger | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 17 | Heft: 9 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.09.2014 | DOI: 10.3936/1267
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Abstract
Gegenstand des dreijährigen, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung der BRD und dem Europäischen Sozialfonds geförderten, Forschungsprojektes Flexicare 50+ ist die Entwicklung, Initiierung und Implementierung mediengestützter Lernprozesse für die Zielgruppe 50+ in der Pflege. Erreicht werden soll die Befähigung der Pflegenden, sich die Wissensbestände der Pflegewissenschaft systematisch zu erschließen. Durch den Einsatz von Tablet-PCs werden dem individuellen Lerntempo angepasste, zeitund ortsunabhängige Lernwege eröffnet. Um den Lernbedarf sowie das Lerninteresse zu eruieren, werden Daten erhoben. Die daraus extrahierten Themen werden in einen pflegewissenschaftlichen Kontext gestellt, pflegedidaktisch und mediendidaktisch bearbeitet und stehen als APP auf dem Tablet-PC zur Verfügung. Das Lernszenarium Blended Learning folgt den systematischen Schritten der Evidence Based Nursing Methode. Neben den klassischen Präsenzveranstaltungen werden die Lernprozesse digital über eine Lernplattform gesteuert. Aus den Ergebnissen der Erhebung wird deutlich, dass die Zielgruppe 50+ zwar als heterogen erlebt, aber aufgrund ihres hohen Maßes an Berufserfahrung wertgeschätzt wird. Die Pflegenden stehen den neuen Anforderungen, das Handeln wissenschaftlich zu begründen, offen gegenüber. Sie nutzen die angebahnten Wege, formulieren aber eine deutliche Skepsis bezogen auf die Anwendung in den derzeitigen Arbeitsstrukturen. Der Projekterfolg hat den Blick auf die Potentiale der Zielgruppe 50+ eröffnet. In den Kliniken sollte diskutiert werden, wie diese Potentiale genutzt werden können und der Beitrag der digitalen Medien gezielt einzusetzen ist.
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