Autor*innen: Thomas Unmüssig, Gertraud Haberkorn, Tobias Lehmann, Rebecca Spirig | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 17 | Heft: 12 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.12.2014 | DOI: 10.3936/1278
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Abstract
Die interdisziplinäre Notfallstation des UniversitätsSpitals Zürich hat im November 2010 die Triage mit dem Emergency Severity Index (ESI) eingeführt. Anfang 2012 evaluierten wir das Triagekonzept mit einer qualitativen Studie. Ziel war, zu erfahren, wie Pflegende die ESI-Triage erleben, ob sich diese bewährt und welche Voraussetzungen für eine praxistaugliche Ersteinschätzung mit ESI notwendig sind. In vier Fokusgruppeninterviews befragten wir 17 Pflegefachpersonen. Die Resultate werteten wir mit der inhaltsanalytischen „Knowledge Mapping“-Methode aus. Es ergaben sich vier Hauptkategorien: 1. „Erleben des ESI Triageprozesses — Bedeutung, Veränderung und Bewertung“, 2. „Voraussetzungen für die ESI Einschätzung — fachliche und strukturelle Voraussetzungen“, 3. „Anwendung des ESI“ sowie 4. „Zusammenarbeit — intraund interprofessionell“. Die Resultate zeigen, wie wichtig fachliche und strukturelle Voraussetzungen für das Funktionieren einer Triage sind. Als entscheidend erweisen sich vertieftes medizinisches Wissen und klinische Erfahrung, welche die Grundlage für „Intuition“ bildet. Bei Triage-Entscheidungen spielt „Intuition“ als „sechster Sinn“ eine wichtige Rolle. Es zeigt sich, dass Triagepflegende das ESI-System mit hohen Erwartungen verbinden, die über die formulierten Ziele hinausgehen.
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