Autor*innen: Vanessa Zilio, Mag. Sabine Huber, Dr. Franco Mantovan | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 19 | Heft: 6 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 07.06.2016 | DOI: 10.3936/1345
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Abstract
Das postoperative Delir ist eine Form des Delirs, dessen Entstehen vor allem durch Operation, Anästhesie und deren Folgen begünstigt wird. 37-46% aller chirurgischen Patienten und 87% der Patienten auf Intensivstationen erleiden während ihres Krankenhausaufenthaltes ein Delir. Um die Inzidenz von einem postoperativen Delir zu reduzieren, bedarf es einer geeigneten Prävention. Daraus ergibt sich die Frage, welche Risikofaktoren für die Entwicklung eines Delirs modifizierbare Faktoren sind und damit durch gezielte Intervention die Delir-Inzidenz reduziert werden kann. Um die Frage zu beantworten, wurde eine Literatursichtung in den Datenbanken Embase, PubMed, CINAHL, Cochrane Library, Psychinfo und Tripdatabase durchgeführt, wobei folgende Schlüsselwörter für die Suche verwendet wurden: „Postoperatives Delirium“, „Risikofaktoren“, „Prävention“, „Interventionen“. Aus der Literaturübersicht resultieren folgende modifizierbare Risikofaktoren für das Delir: Abweichung von Blutanalyseergebnissen, Hypoxie, Medikamente, sensorische Deprivation und Schmerz. Aufgrund der unterschiedlichen Risikofaktoren, für deren Modifikation es verschiedener Berufsgruppen bedarf, ist die Zusammenarbeit eines multikompetenten, interdisziplinären Teams erforderlich. Dieses Team sollte auf Patienten mit Delir spezialisiert sein und sowohl die Risikoeinschätzung, als auch die Interventionsplanung und dessen Durchführung übernehmen. Dies sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Aufnahme des Patienten geschehen.
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