Autor*innen: Dr. phil. Sabine Wöhlke, Prof. Dr. Claudia Wiesemann | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 19 | Heft: 6 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 07.06.2016 | DOI: 10.3936/1346
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Abstract
Moral distress ist ein unter Pflegekräften weit verbreitetes Phänomen. Ursache ist Überforderung in moralisch belastenden Situationen, z. B. wenn strukturelle Vorgaben der Institution und persönliche Wertvorstellungen unauflösbar miteinander zu konfligieren scheinen. Typische Konflikte sind in der End-of-Life Care zu finden. Advance Care Planning (ACP), die systematische Planung von Pflegeund Therapiemaßnahmen gemeinsam mit dem Patienten am Lebensende, kann moralische Konflikte in dieser Situation reduzieren. Studien, die Auswirkungen von ACP im Alltag untersuchen, haben allerdings die Perspektive der Pflegenden bisher nicht berücksichtigt. Wir erläutern aus theoretisch-konzeptioneller Perspektive verschiedene Definitionen von moralischem Stress in der Pflege und beschreiben dessen Auswirkungen auf den Pflegealltag. Wir fragen, ob ACP ein geeignetes Verfahren für die Reduzierung von moralischem Stress ist und wie die Interessen der Pflegeberufe bei der Implementierung von ACP berücksichtigt werden sollten.
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