Autor*innen: Goller, E.; Scharrer, C.; Rathwallner, B.; Rester, C. | Zeitschrift: Pflegewissenschaft | Jahrgang: 2021 | Heft: 6 | Seiten: 384 bis 393 | Erscheinung: 07.01.2022 | DOI: 10.3936/11990
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Abstract
Pflegeberatung bei von Darmschwäche Betroffenen ist mit den besonderen Herausforderungen des Erlebens von Scham und Ekel und dem Teufelskreislauf aus Mobilitätseinschränkung und sozialer Isolation verbunden. Um diesen besonderen Herausforderungen aus Sicht der Betroffenen gerecht zu werden, können die Potentiale der Pflegeberatung adressatengerecht weiterentwickelt werden. Anhand des Phasensowie HUGADO-Modells werden in einer narrativen Fallarbeit, der professionellen geplanten und strukturierten Pflegeberatung einer von Darmschwäche Betroffenen, Aspekte zur Diskussion erarbeitet. Dabei wurde klar, dass in den angewendeten Pflegeberatungsmodellen die subjektiven Bedürfnisse und vor allem Ressourcen der Ratsuchenden im Hinblick auf Selbstpflegesowie Gesundheitskompetenz keine Beachtung fanden. Mit Hilfe des Konzepts der Adressatengerechtigkeit versuchen die Autorinnen und der Autor diese fehlenden Aspekte näher zu beleuchten und damit einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke zu leisten. Schließlich stellten sie fest, dass in der Literatur Adressatengerechtigkeit im Kontext von Pflegeberatung eher in Bezug auf Informationsmaterial eine Rolle spielt. Die denkbaren Anwendungspotentiale im Hinblick einer adressatengerechten Pflegeberatung werden von den Autorinnen und dem Autor erörtert. Daraus leiten sie Impulse für Beratungsbedarfe betroffener Personen in verschiedenen Lebensbereichen als Baustein einer adressatengerechten Pflegeberatung ab.
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