Autor*innen: Korbel-Schindler, W.; Braunschmidt, B.; Amstler, C.; Grandy, S. | Zeitschrift: Pflegewissenschaft | Jahrgang: 24 | Heft: 3 | Seiten: 185 bis 195 | Erscheinung: 07.07.2022 | DOI: 10.3936/12073
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Abstract
Hintergrund und Zielsetzung: Ein akuter Schlaganfall reißt Betroffene und Angehörige radikal und unvorbereitet aus dem bisherigen Leben. In dieser Situation erleben Angehörige einen Informationsmangel im Gesundheitsversorgungssetting als besonders belastend. Ziel war, Informationsbedürfnisse Angehöriger von Schlaganfallbetroffenen im neurologischen Akutbereich zu erheben. Methode: Daten von episodischen Interviews mit Angehörigen (n = 7), von Experteninterviews mit Gesundheitsund Krankenpflegepersonen (n = 4) und einer Gruppendiskussion mit Personen eines Schlaganfallselbsthilfevereins (n = 13) wurden nach einem Kodierverfahren der Grounded Theory ausgewertet. Ergebnisse: Angehörige erleben eine einschneidende Betroffenheit, welche das Informationsbedürfnis im akutstationären Setting maßgeblich beeinflusst. Zentrale Informationsbedürfnisse betreffen primär Informationen: zur Orientierung und krankheitsspezifischen Aspekten, zur Fehlervermeidung bei der Pflege, über Fortschritte im Genesungsprozess sowie über die Planung des künftigen Alltags. Des Weiteren ist die Einhaltung von Grundprinzipien bei der Informationsvermittlung durch das Gesundheitspersonal wie z. B. eine Bringschuld bei der Informationsgabe, Zeit und Raum geben, einfache Erklärungen geben und kein falsches Bild vermitteln, zentral bei der Erfüllung von Informationsbedürfnissen. Schlussfolgerung und Ausblick: Pflegende müssen sich der einschneidenden Betroffenheit der Angehörigen bewusst sein. Es ist die Aufgabe der Pflegenden, Informationsbedürfnisse zu erkennen und Informationen proaktiv zu geben. Dafür ist es erforderlich, dass institutionelle Ents
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